Kniearthrose: Hüpfen bessert Knorpelstruktur

Kniearthrose

Hüpfen bessert Knorpelstruktur

Ein Aerobic-Programm mit kleinen Sprüngen wirkte sich in einer Studie positiv auf eine leichte Kniearthrose aus. Bei den beteiligten postmenopausalen Frauen fanden die Forscher vor allem eine verbesserte Knorpelstruktur im MRT. Die finnischen Forscher um Jarmo Koli von der Universität Jyväskylä ließen die insgesamt 80 Frauen dreimal wöchentlich über insgesamt zwölf Monate ein aerobes Spezialtraining absolvieren Jede Trainingseinheit bestand aus drei Phasen: ein 15-minütiges Warm-Up, dann 25 Minuten Aerobic mit Spring- und Step-Übungen und eine 15-minütige Entspannungsphase. Die Trainingsintensität wurde nach drei Monaten gesteigert. Dabei wurden die zu überspringenden Schaumstoffhürden und Stepp-Bretter von ursprünglich 5 cm beziehungsweise 10 cm graduell auf 20 cm erhöht. Wie die Forscher resümieren, hat das Übungsprogramm die Knorpelqualität deutlich verbessert. Die Impact-Übungen hätten den Patellaknorpel in wünschenswerter Weise stimuliert.

ACP

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Zukunft

Arthrex-ACP-Injektionen

ACP-Eigenbluttherapie, schnellere Heilung bei Sportverletzungen Die Behandlung mit Autologous Conditioned Plasma (ACP) ist ein neues Therapieverfahren bei Sportverletzungen. Dabei werden Arthrosen, Bänder- und Muskelverletzungen mit Eigenplasma behandelt. Dafür wird dem Patienten mit einer Doppelspritze etwa 10 bis 12ml Blut abgenommen und anschließend 5 Minuten mit 1.500 Umdrehungen pro Minute zentrifugiert. Dadurch trennen sich die Blutbestandteile. Mit der zweiten Spritze im Inneren werden dann die Plasmabestandteile des Blutes aufgezogen und innerhalb einer halben Stunde nach Entnahme in die verletzte Stelle injiziert. Warum wirkt die ACP-Therapie? Im Blut sind relevante Wachstumsfaktoren wie IGF-1, EGF oder VEGF enthalten, die durch das Zentrifugieren herausgefiltert und konzentriert werden. Diese Wachstumsfaktoren werden dann direkt in die verletzte Stelle injiziert und sorgen dafür, dass der Heilungsprozess eingeleitet und beschleunigt wird. Nebenwirkungen wurden dabei bisher keine beobachtet; allergische Reaktionen sind ebenfalls nicht zu erwarten, da ja lediglich körpereigene Substanzen gespritzt werden. Wann kann die ACP-Therapie helfen? Zu empfehlen ist die ACP-Therapie bei schmerzhaften leichten bis mittelschweren Arthrosen (Arthrosen Grad I-III). Eine deutliche Linderung kann ebenso bei Sehnenentzündungen erzielt werden. Anwendungsgebiete: Akut

  • Sehnenverletzungen, u. a. Achillessehne, Rotatorenmanschette
  • Bandverletzungen, u. a. Kreuzband, Bänder des Sprunggelenks
  • Muskelfaserriss
  • Meniskusverletzungen

Chronisch

  • Arthrose
  • Tendinopathien, u. a. Achillessehne, Ellenbogen
  • Sehnereizung, u. a. Patellarsehne
  • Plantarfaszienreizung (Fersensporn)

Kosten für 1 Arthrex-Behandlung: 180,- € pro Injektion. Es werden 3 bis 5 Injektionen empfohlen. Ärztliche und psychotherapeutische Leistungen sind mehrwertsteuerfrei (gem. § 6 Abs. 1 Z 19 UStG 1994).